Die Stadt Karlsruhe wird im Jahr 2010 zur Kinderstadt. Im Rahmen dieses Projekts will sich Karlsruhe nicht nur als kinder- und familienfreundliche Stadt präsentieren, sondern vor allem auch Solidarität mit benachteiligten Kindern in Ländern der 3. Welt üben. Zu diesem Zweck wird Karlsruhe als nunmehr bereits 18. Stadt in Deutschland eine Städtepartnerschaft mit UNICEF eingehen.
Durch das Projekt soll bei den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt das Bewußtsein für die Situation der Kinder in Entwicklungsländern gestärkt werden. Darüber hinaus sollen finanzielle Mittel zur Förderung ausgewählter Projekte in Entwicklungsländern eingenommen werden.
Eine Stadt lebt durch Ihre Bürgerinnen und Bürger, durch ihre Vereine und Schulen, durch ihre Firmen und Institutionen. Alle sind daher eingeladen, das Projekt Kinderstadt 2010 tatkräftig zu unterstützen.
Die Stadt selbst koordiniert die hoffentlich vielen guten Aktionen aus der Bevölkerung. Hierzu wurde das Koordinationsbüro Kinderstadt 2010 in der Blumenstraße 2a, 76133 Karlsruhe eingerichtet. Ansprechpartner ist Herr Johannes Schmitz (Tel. 0721-1335605 E-Mail: unicef-kinderstadt@karlsruhe.de).
Als Ansprechpartner der UNICEF-AG steht Ihnen Frau Ursula Grass zur Verfügung (Tel. 0171-2663050 E-Mail: ursula.grass@me.com).
Sehen Sie auch die spezielle Internetseite der Stadt Karlsruhe zu diesem Projekt.
Zusammen mit UNICEF hat die Stadt Karlsruhe zwei Projekte ausgewählt, die durch die Einnahmen während dem Partnerschaftsjahr gefördert werden sollen.
Überleben sichern in Burundi
In diesem zentralafrikanischen Land, das zu den ärmsten der Welt gehört, erlebt jedes fünfte Kind seinen fünften Geburtstag nicht. Jeden Tag sterben ca. 200 Kinder. Die medizinische Versorgung ist in vielen Teilen des Landes extrem schlecht.
Deshalb soll ein Teil der Gelder aus dem Kinderstadt-Projekt in der Provinz Muyinga im Nordosten von Burundi eingesetzt werden, wo UNICEF ein umfassendes Paket von Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge, vor allem für Kinder und Schwangere, geschnürt hat.
Mehr Infos zur Situation in Burundi enthält diese Informationsbroschüre (PDF).
Bildung gewährleisten in Niger
Neben der Hilfe zum bloßen Überleben ist Bildung das Wichtigste, was man Kindern in Entwicklungsländer bieten kann. Bildung ist Hilfe zur Selbsthilfe. Daher ist es umso bedauerlicher, dass in dem westafrikanischen Land Niger über 85% der Bevölkerung Analphabeten sind. Nur etwa jedes zweite Kind wird eingeschult und selbst von diesen Kindern erreicht etwa ein Drittel den Abschluss der sechsklassigen Grundstufe nicht.
Aus den Einnahmen des Projekts Kinderstadt 2010 soll daher auch ein Teil in das UNICEF-Projekt 'Schulen für Afrika' gehen. In den vergangenen Jahren hat UNICEF zusammen mit der Nelson-Mandela-Stiftung in sechs Ländern im südlichen Afrika über 680 Schulen gebaut bzw. instandgesetzt. Nun soll dieses Projekt auf fünf weitere Länder ausgeweitet werden, zu denen auch Niger gehört.
Mehr Infos zur Aktion Schulen für Afrika finden Sie hier.
Nothilfe für Haiti
Aus aktuellem Anlass wurde die Nothilfe für das von dem Erdbeben im Januar 2010 betroffene Land Haiti als zusätzliches Förder-Projekt im Rahmen der Kinderstadt2010 aufgenommen. Durch die Naturkatastrophe wurde dieses ohnehin schon bitterarme Land in eine humanitäre Notsituation gebracht, aus der es sich mit eigener Kraft nicht mehr befreien kann. Die Infrastruktur ist weitgehend zerstört und es besteht Seuchengefahr, wenn nicht schnell geholfen wird.
Mehr Infos zur Situation in Haiti finden sie hier
Nothilfe für Pakistan
Angesichts der verheerenden Flutkatastrophe in Pakistan hat sich die Stadt Karlsruhe dazu entschlossen, einen Teil der Einnahmen des Kinderstadt-Projektes auch zur Unterstützung der UNICEF-Nothilfe in diesem Land zu verwenden. Das Ausmaß der Katastrophe ist so immens, dass sie Pakistan alleine nicht bewältigen kann. Das Land ist auf internationale Hilfe dringend angewiesen.
Wenn Sie das Projekt Kinderstadt unterstützen wollen, aber nicht wissen, wie Sie das bewerkstelligen können, möchten wir Ihnen nachfolgend ein paar Anregungen geben.
Als Verein
Vereine können durch Benefizveranstaltungen zum Erfolg des Projekts Kinderstadt beitragen. Turniere von Tennisvereinen, Freundschaftsspiele von Fußballclubs, Benefizkonzerte von Musikvereinen oder gesellige Abende von Heimatvereinen zugunsten des Kinderstadtprojekts sind nur ein paar wenige Beispiele. Sicher haben Sie als Vereinsmitglied spontan eine gute Idee, wie Sie mitmachen können. Sprechen Sie doch mal mit Ihrem Vereinsvorstand.
Als Firma
Einen großen Teil unseres Lebens verbringen wir bei der Arbeit. Dort haben wir auch in der Regel viele Bekannte. Was liegt also näher, als sich auch in diesem Umfeld zu engagieren. Vielleicht veranstaltet Ihre Firma ja einen Tag der offenen Tür, bei dem man eine Aktion zugunsten des Kinderstadtprojekts durchführen könnte. Oder Ihre Firma zeigt in den öffentlich zugänglichen Bereichen eine Ausstellung zu einem der geförderten Projekte und stellt eine Spendendose auf. Diskutieren Sie doch mal mit den Kollegen - sicher hat einer die zündende Idee.
Als Schule
Gerade in Schulen kann die Erziehung zu solidarischem Verhalten gut mit einem Engagement zugunsten des Kinderstadtprojekts verbunden werden. Schulklassen können öffentlichkeitswirksame Aktionen entwickeln und durchführen. Ausgearbeitete Konzepte (z.B. für Schülerläufe) können hierfür von UNICEF zur Verfügung gestellt werden. Aber auch ansonsten ist der Kreativität keine Grenze gesetzt. Für Jugendliche gibt es eine spezielle Internetseite auf der man viele Anregungen für Aktionen findet.
Als Privatperson
Natürlich können Sie auch ansonsten mit Freunden oder Bekannten eine Aktion zugunsten des Kinderstadtprojekts durchführen. Straßen- oder Stadtteilfeste, private Feiern etc. sind gute Gelegenheiten hierfür.
Und selbst wenn Sie keine Zeit für die Planung und Durchführung einer Aktion haben, können Sie allein schon durch eine Spende mithelfen. Es wurde folgendes Spendenkonto eingerichtet:
Sparkasse Karlsruhe Konto-Nr. 98 98 98 2 BLZ 660 501 01